Ener­gie­aus­wei­se

Ener­gie­aus­wei­se

Das Bun­des­bau­mi­nis­te­ri­um und das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um haben einen abge­stimm­ten Vor­schlag zur Ein­füh­rung von Ener­gie­aus­wei­sen für Gebäu­de und Woh­nun­gen in die Län­der- und Ver­bän­de­an­hö­rung gege­ben. Mit die­sem Vor­ha­ben soll eine euro­päi­sche Richt­li­nie zur Ein­füh­rung von Ener­gie­aus­wei­sen für bereits bestehen­de Gebäu­de in deut­sches Recht umge­setzt werden.Wer Gebäu­de oder Woh­nun­gen kau­fen oder mie­ten will, soll sich künf­tig anhand der Infor­ma­tio­nen in den Ener­gie­aus­wei­sen bes­ser über die ener­ge­ti­schen Eigen­schaf­ten ver­schie­de­ner Objek­te infor­mie­ren kön­nen.

Nach der künf­ti­gen Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung sind Eigen­tü­mer und Ver­mie­ter ver­pflich­tet, im Fal­le des Ver­kaufs oder der Ver­mie­tung Kauf- und Miet­in­ter­es­sen­ten einen Ener­gie­aus­weis zugäng­lich zu machen. Eigen­tü­mer und Ver­mie­ter von Wohn­ge­bäu­den mit mehr als vier Wohn­ein­hei­ten kön­nen dabei wäh­len, ob sie den Ener­gie­aus­weis auf der Grund­la­ge des errech­ne­ten Ener­gie­be­darfs oder des tat­säch­li­chen Ener­gie­ver­brauchs ein­set­zen. Das Glei­che gilt für Wohn­ge­bäu­de mit bis zu vier Woh­nun­gen, die ent­spre­chend dem Stan­dard der 1977 erlas­se­nen Wär­me­schutz­ver­ord­nung errich­tet oder spä­ter auf die­sen Stan­dard gebracht wur­den. Nur für Wohn­ge­bäu­de aus der Zeit vor der Wär­me­schutz­ver­ord­nung von 1977, die die­ses Qua­li­täts­ni­veau nicht errei­chen, soll ab dem 1. Janu­ar 2008 der Bedarfs­aus­weis ver­bind­lich gemacht wer­den. Über­gangs­wei­se soll die Wahl­frei­heit zwi­schen Ener­gie­aus­wei­sen auf Bedarfs- und auf Ver­brauchs­grund­la­ge vor dem 1. Janu­ar 2008 unein­ge­schränkt gel­ten.

Um unnö­ti­ge Kos­ten zu ver­mei­den, wird zur Erstel­lung der Aus­wei­se eine kos­ten­auf­wen­di­ge Bege­hung des Gebäu­des durch einen Exper­ten nicht vor­ge­schrie­ben. Viel­mehr kann der Eigen­tü­mer dem Exper­ten Anga­ben und Nach­wei­se zum Gebäu­de zur Ver­fü­gung stel­len.

Im Rah­men des CO2-Gebäu­de­sa­nie­rungs­pro­gramms der Bun­des­re­gie­rung sol­len Ener­gie­be­darfs­aus­wei­se bei umfas­sen­den Sanie­rungs­maß­nah­men als unbü­ro­kra­ti­scher Nach­weis genutzt wer­den.

Zu dem Refe­ren­ten­ent­wurf wer­den in den nächs­ten Wochen die Län­der und die Spit­zen­ver­bän­de ange­hört, bevor die Bun­des­re­gie­rung die Novel­lie­rung der Ver­ord­nung end­gül­tig beschließt. Der Bun­des­rat muss der Ver­ord­nung danach noch zustim­men.