Energieeffizient Sanieren — Neue Experten-Anforderungen für das KfW-Baubegleitungsprogramm

Die KfW baut die Qual­itätssicherung für die Förder­pro­gramme „Ener­getis­ches Bauen und Sanieren“ aus. Seit dem 1. Juni 2013 müssen Experten, die eine geförderte Baube­gleitung anbi­eten, höhere Qual­i­fika­tion­san­forderun­gen erfüllen. Für Sanierungsvorhaben sind seit­dem nur noch Experten für diese Dien­stleis­tung zuge­lassen, die in der Energieef­fizienz-Experten­liste für Förder­pro­gramme des Bun­des (Experten­liste) einge­tra­gen sind. Darauf weist die Deutsche Energie-Agen­tur GmbH (dena) hin, die die Pflege der Experten­liste ver­ant­wortet. Weit­ere Infor­ma­tio­nen zu den neuen Anforderun­gen find­en Inter­essierte unter www.energie-effizienz-experten.de.

Energieeffizient Sanieren — Neue Experten-Anforderungen für das KfW-Baubegleitungsprogramm

Für Sanierungsvorhaben, für die eine Förderung im Pro­gramm „Energieef­fizient Sanieren“ bis zum 31. Mai 2013 bei der KfW beantragt wurde, erfol­gt eine Förderung der Baube­gleitung nach den bish­eri­gen Pro­grammbes­tim­mungen. Experten müssen für diese Vorhaben min­destens eine Ausstel­lungs­berech­ti­gung für Energieausweise nach § 21 EnEV 2009 haben. Experten, die noch nicht in der Experten­liste einge­tra­gen sind, kön­nen auch nach dem 1. Juni 2013 eine Baube­gleitung für neue Vorhaben durch­führen, wenn sie spätestens zum Zeit­punkt der Beantra­gung des Zuschuss­es für die Baube­gleitung in der Experten­liste einge­tra­gen sind.

Diese Regelung bet­rifft alle Vorhaben aus dem Pro­gramm „Energieef­fizient Sanieren – Baube­gleitung“ (Pro­gramm 431). Die KfW fördert die ener­getis­che Fach­pla­nung und Baube­gleitung ein­er ener­getis­chen Mod­ernisierung. Dazu gehören beispiel­sweise Leis­tun­gen zur Detailpla­nung, Unter­stützung bei der Auss­chrei­bung und Ange­bot­sauswer­tung, die Kon­trolle der Bauaus­führung sowie die Abnahme und Doku­men­ta­tion der Mod­ernisierung.

Erleichterte Anforderungen für den Eintrag bis Ende 2013

Um sich in der Energieef­fizienz-Experten­liste für Förder­pro­gramme des Bun­des einzu­tra­gen, müssen Experten neben der Ausstel­lungs­berech­ti­gung für Energieausweise nach § 21 EnEV 2009 eine Weit­er­bil­dung gemäß den Anforderun­gen des Regel­heftes der Energieef­fizienz-Experten­liste für Förder­pro­gramme des Bun­des absolviert haben. Diese ori­en­tieren sich an der Richtlin­ie für die Vor-Ort-Beratung (BAFA). Fach­leute, die diese Weit­er­bil­dung zum Energieber­ater bere­its absolviert haben, kön­nen sich in der Regel bis Ende 2013 noch mit dem Nach­weis von 16 Unter­richt­sein­heit­en Fort­bil­dung in die Liste ein­tra­gen. Danach müssen die fehlen­den Inhalte über 80 Stun­den Fort­bil­dung nachgewiesen wer­den. Eine Über­sicht über die genauen Anforderun­gen ste­ht unter www.energie-effizienz-experten.de/vorabinformationen bere­it.

Ab 2014: Verbindlichkeit wird für weitere KfW-Programme ausgedehnt

Voraus­sichtlich ab 1. Feb­ru­ar 2014 wird die Verbindlichkeit der Experten­liste ein­heitlich für die Pro­gramme „Energieef­fizient Bauen und Sanieren“ angewen­det. Die Bauher­ren kön­nen dann nur noch Experten hinzuziehen, die in der Liste einge­tra­gen sind.

Um die Qual­ität bei Energieber­atun­gen und hoch­en­ergieef­fizien­ten Sanierun­gen im Bestand und im Neubau zu verbessern, haben das Bun­desmin­is­teri­um für Wirtschaft und Tech­nolo­gie (BMWi) und das Bun­desmin­is­teri­um für Verkehr, Bau und Stad­ten­twick­lung (BMVBS) vere­in­bart, entsprechende Experten in ein­er bun­de­sein­heitlichen Liste zu führen. Die Liste wird von der Deutschen Energie-Agen­tur GmbH (dena) betreut.