Ener­gie­ef­fi­zi­enz durch Fens­ter­sa­nie­rung

Die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen, es wird wär­mer – damit ist die Heiz­pe­ri­ode vor­bei. Aber Vie­le den­ken noch mit Unbe­ha­gen an die enor­men Ener­gie­kos­ten wäh­rend der kal­ten Jah­res­zeit. Da liegt es nahe, über Ein­spar­maß­nah­men nach­zu­den­ken und auch eine ener­gie­ef­fi­zi­en­te Sanie­rung der eige­nen vier Wän­de in Betracht zu zie­hen.

Ener­gie­ef­fi­zi­enz durch Fens­ter­sa­nie­rung

Zur Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz kann nicht nur der Ein­bau einer neu­en Hei­zungs­an­la­ge sinn­voll sein, son­dern auch eine Wär­me­däm­mung der Außen­wän­de und Fens­ter die Heiz­kos­ten erheb­lich sen­ken. Denn gera­de an den Fens­tern ent­weicht die war­me Luft nach drau­ßen und kal­te Luft fin­det den Weg hin­ein. Wie hoch der Wär­me­ver­lust an den Fens­tern ist, lässt sich mit Hil­fe einer Ther­mo­bild­ka­me­ra her­aus­fin­den.

Grund­sätz­lich hängt der Wär­me­ver­lust mit der Beschaf­fen­heit des Fens­ters zusam­men. Dazu zählt zum Bei­spiel die Ver­gla­sung, die Rah­men­kon­struk­ti­on sowie das das Alter des Fens­ters. Je älter ein Fens­ter ist, des­to wahr­schein­li­cher han­delt es sich um ein Fens­ter mit nur einer Glas­schei­be, wel­che heu­te noch oft in Alt­bau­ten zu fin­den sind. Auch die in den 1970er und 1980er Jah­ren ein­ge­setz­ten Fens­ter mit zwei­fa­chem Iso­lier­glas bie­ten heu­te kei­nen akzep­ta­blen Wär­me­schutz mehr, da bis zu 50 Pro­zent der Wär­me ver­lo­ren geht. Dar­um emp­feh­len Fach­leu­te – abhän­gig vom jewei­li­gen gemes­se­nen Wär­me­durch­gangs­wert – Fens­ter mit ledig­lich einer Glas­schei­be gegen Fens­ter mit einer Mehr­fach­ver­gla­sung und Gas­fül­lung aus­zu­tau­schen. Auch bei Fens­tern mit Dop­pel- und Drei­fach­ver­gla­sung ohne Gas­fül­lung kann durch die Sanie­rung ein hohes Ein­spar­po­ten­ti­al rea­li­siert wer­den. Fens­ter, die bereits eine Zwei­fach- oder Drei­fach­ver­gla­sung mit einer Gas­fül­lung und Beschich­tung haben, müs­sen nicht zwin­gend saniert wer­den. Hier emp­fiehlt es sich jedoch, die Fens­ter regel­mä­ßig von einem Tisch­ler war­ten zu las­sen, um eine gute Dämm­ei­gen­schaft und Wär­me­iso­lie­rung zu garan­tie­ren. Letzt­end­lich bestimmt die Anzahl der Schei­ben in Ver­bin­dung mit einer vor­han­de­nen Gas­fül­lung (oder ledig­lich einem Vaku­um) den Wär­me­schutz eines Fens­ters.

Fenster mit Doppelverglasung Lasita Maja bei Casando
Bild­quel­le: Casando.de

Nach der am 1. Mai 2014 in Kraft getre­te­nen Ver­ord­nung über ener­gie­spa­ren­den Wär­me­schutz und ener­gie­spa­ren­de Anla­gen­tech­nik bei Gebäu­den, Ener­gie­ein­spar­ver­ord­nung (EnEV), besteht für einen Haus­ei­gen­tü­mer kei­ne Ver­pflich­tung zum Ein­bau von drei­fach ver­glas­ten Fens­tern. Hat er sich aller­dings dazu ent­schlos­sen, an sei­nem Haus Ände­run­gen vor­zu­neh­men, die Maß­nah­men im Sin­ne des § 9 Absatz 1 in Ver­bin­dung mit Anla­ge 3 EnEV dar­stel­len, – wie z. B. Fens­ter zu sanie­ren – hat er die in Anla­ge 3 EnEV genann­ten Anfor­de­run­gen zu beach­ten. Dabei müs­sen dann bestimm­te Höchst­wer­te der Wär­me­durch­gangs­ko­ef­fi­zi­en­ten ein­ge­hal­ten wer­den. Die­se Wer­te kön­nen aber auch mit zwei­fach ver­glas­ten Fens­tern erfüllt wer­den.
 

[Arti­kel in Zusam­men­ar­beit mit Casa­n­do ent­stan­den.]