Ener­gie­spa­ren beim Hei­zen

20 Pro­zent weni­ger Ener­gie als 2008 sol­len bis zum Jahr 2020 ver­braucht wer­den. Da ca. 35 % des Ener­gie­ver­brauchs auf den Gebäu­de­be­reich ent­fal­len, ist es sinn­voll in die­sem Bereich Maß­nah­men zur Ener­gie­ein­spa­rung ein­zu­set­zen.

Ener­gie­spa­ren beim Hei­zen

Mit zwei neu­en För­der­pro­gram­men soll die Ener­gie­ef­fi­zi­enz im Bereich der pri­va­ten Haus­hal­te wei­ter gestei­gert wer­den. Damit sol­len die Ein­spar­mög­lich­kei­ten bei der Wär­me­ver­sor­gung mög­lichst gut aus­ge­schöpft wer­den. Grund­la­ge ist die Richt­li­nie über die För­de­rung der Hei­zungs­op­ti­mie­rung durch hoch­ef­fi­zi­en­te Pum­pen und den hydrau­li­schen Abgleich vom 13. Juli 2016.

Wie das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit­teilt, soll damit der Anreiz geschaf­fen wer­den, älte­re Hei­zungs­an­la­gen effi­zi­en­ter zu machen bzw. gegen eine Brenn­stoff­zel­len-Hei­zun­gen aus­zu­tau­schen. Gera­de im Som­mer, wenn es noch warm ist, liegt es nahe, eine älte­re Hei­zungs­an­la­ge zu opti­mie­ren, damit schon im fol­gen­den Win­ter Ener­gie und damit Kos­ten ein­ge­spart wer­den kön­nen. Wäh­rend vie­le Ver­brau­cher vor dem Auf­wand und beson­ders vor den Kos­ten einer kom­plett neu­en Hei­zungs­an­la­ge zurück­schre­cken, ist die Opti­mie­rung einer Hei­zung mit weni­gen Mit­teln rea­li­sier­bar. Das För­der­pro­gramm unter­stützt zwei Maß­nah­men, die mit wenig Auf­wand eine bestehen­de Hei­zungs­an­la­ge opti­mie­ren:

Zum einen soll durch den Ein­bau von hoch­ef­fi­zi­en­ten Pum­pen eine Strom­ein­spa­rung von ca. 80 % erreicht wer­den, da in vie­len Gebäu­den die ein­ge­setz­ten Pum­pen ver­al­tet sind und noch unnö­tig viel Strom ver­brau­chen. Zum ande­ren kann der Betrieb einer Hei­zungs­an­la­ge durch einen hydrau­li­schen Abgleich opti­miert wer­den. Die­se Maß­nah­me erfor­dert kei­ne bau­li­che Ver­än­de­rung und kann inner­halb weni­ger Stun­den durch­ge­führt wer­den. Mit Unter­stüt­zung von Fach­kräf­ten wer­den alle Kom­po­nen­ten der Hei­zungs­an­la­ge auf­ein­an­der abge­stimmt und so für die Gebäu­de­nut­zung opti­miert.

Sowohl der Heiz­pum­pen­aus­tausch als auch die Opti­mie­rung der Anla­ge wer­den mit bis zu 30 % geför­dert. Dabei kön­nen bei­de Maß­nah­men zusam­men durch­ge­führt wer­den. Dar­über hin­aus gilt die För­de­rung auch z.B. für den Aus­tausch von Ther­mo­stat­ven­ti­len, wenn sie der Opti­mie­rung der Hei­zungs­an­la­ge die­nen.

Um in den Genuss der För­de­rung zu gelan­gen, ist eine Regis­trie­rung beim zustän­di­gen Bun­des­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le (BAFA) not­wen­dig – vor Durch­füh­rung der Opti­mie­rungs­maß­nah­men. Spä­ter kön­nen dann die Rech­nun­gen ein­ge­reicht und die För­de­rung bean­tragt wer­den. Wie das BAFA mit­teilt, ist seit dem 16. August 2016 auch eine Online-Antrag­stel­lung mög­lich. Danach kann der Antrag­stel­ler nach sei­ner Regis­trie­rung und dem Erhalt sei­ner Regis­trie­rungs­num­mer den För­der­an­trag online auf der Web­sei­te des BAFA stel­len. Nach der Regis­trie­rung muss die zu för­dern­de Maß­nah­me inner­halb von 6 Mona­ten durch­ge­führt und bean­tragt wer­den.