Erhöh­ter Ener­gie­ver­brauch

Der Ener­gie­ver­brauch hat in der ers­ten Hälf­te des Jah­res 2016 im Ver­gleich zum Vor­jahr merk­lich in Höhe von 1,6 % zuge­legt.

Erhöh­ter Ener­gie­ver­brauch

Erhöhter EnergieverbrauchWie das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie Anfang August mit­ge­teilt hat, sind die­se Anga­ben von der Arbeits­ge­mein­schaft Ener­gie­bi­lan­zen (AGEB) auf der Grund­la­ge vor­läu­fi­ger Berech­nun­gen ver­öf­fent­licht wor­den. Danach haben meh­re­re Fak­to­ren zum Ver­brauchs­an­stieg bei­getra­gen: Beson­ders die küh­le­re Wit­te­rung in den ers­ten drei Mona­ten hat den erhöh­ten Ener­gie­ver­brauch ver­ur­sacht. Aber auch die zuneh­men­de Bevöl­ke­rung, ein posi­ti­ves Wirt­schafts­wachs­tum und auch der Schalt­tag haben den Ener­gie­be­darf beein­flusst. So konn­te der Ver­brauch trotz Ver­bes­se­run­gen im Bereich der Ener­gie­ef­fi­zi­enz anstei­gen.

Der Anteil der erneu­er­ba­ren Ener­gie am gesam­ten Ener­gie­ver­brauch ist eben­falls gewach­sen (um 2,8 % ). Zur Zeit liegt nach Anga­ben des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie der Anteil bei 33 %. Zu den erneu­er­ba­ren Ener­gien zählt neben der Ener­gie­ge­win­nung durch Wind u.a. auch die Nut­zung der Son­nen­strah­len. Ent­we­der wird mit Hil­fe der Pho­to­vol­ta­ik Strom erzeugt oder mit Hil­fe der Solar­ther­mie ent­steht nutz­ba­re ther­mi­sche Ener­gie. Der der­zei­ti­ge Anteil der erneu­er­ba­ren Ener­gien ist den Ver­ant­wort­li­chen noch nicht hoch genug. In den kom­men­den Jah­ren sol­len die erneu­er­ba­ren Ener­gien ste­tig aus­ge­baut und geför­dert wer­den. Ziel ist es, eine Stei­ge­rung auf 45 % bis zum Jahr 2025 zu errei­chen. Nach dem Erneu­er­ba­ren-Ener­gien-Gesetz 2014 [1] sind nun die nächs­ten Schrit­te unter­nom­men wor­den, damit das Ziel kei­ne Uto­pie bleibt: Am 8. Juli 2016 ist das EEG 2017 [2] beschlos­sen wor­den. Mit dem „Gesetz zur Ein­füh­rung von Aus­schrei­bun­gen für Strom aus erneu­er­ba­ren Ener­gien und zu wei­te­ren Ände­run­gen des Rechts der erneu­er­ba­ren Ener­gien“ wird die Ver­gü­tung des erneu­er­ba­ren Stroms auf Wett­be­werb umge­stellt. Sie wird nicht wie bis­her staat­lich fest­ge­legt, son­dern durch Aus­schrei­bun­gen am Markt ermit­telt. Nach dem Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter sind die erneu­er­ba­ren Ener­gien „erwach­sen gewor­den“ und durch­aus in der Lage, sich dem Wett­be­werb zu stel­len. So soll der kon­ti­nu­ier­li­che, kon­trol­lier­te Aus­bau der erneu­er­ba­ren Ener­gien sicher­ge­stellt wer­den. Die damit zusätz­lich gewon­ne­ne Attrak­ti­vi­tät der erneu­er­ba­ren Ener­gien trägt zukünf­tig dann zum wei­te­ren Aus­bau bis zum Jahr 2015 bei.

  1. BGBl. I S. 1066[]
  2. BR-Druck­sa­che 355/​16[]