Förderung von Solarenergie, Pelletheizungen und Wärmepumpen

Förderung von Solarenergie, Pelletheizungen und Wärmepumpen

Der Haushalt­sauss­chuss des Deutschen Bun­destages hat heute seine Ein­willi­gung zur Aufhe­bung der qual­i­fizierten Haushaltssperre für das Mark­tan­reizpro­gramm (MAP) zur Förderung erneuer­bar­er Energien im Wärmemarkt erteilt. Damit kön­nen die bis­lang von der Haushaltssperre betrof­fe­nen Mit­tel in Höhe von 115 Mio. € in diesem Jahr für die weit­ere Förderung der erneuer­baren Energien im Wärmemarkt genutzt wer­den.

Konkret bedeutet die Aufhe­bung der Sperre für das Mark­tan­reizpro­gramm:

  • Der am 3. Mai 2010 verkün­dete Pro­gramm­stopp wird sofort aufge­hoben.
  • Ab 12. Juli 2010 kön­nen beim für die Bear­beitung zuständi­gen Bun­de­samt für Wirtschaft und Aus­fuhrkon­trolle (BAFA) wieder Förder­anträge nach der neuen Richtlin­ie gestellt wer­den. Die Förderung wird auf die inno­v­a­tivsten Tech­nolo­gien konzen­tri­ert, weil deren Wirtschaftlichkeit ohne zusät­zliche För­der­mit­tel nicht gegeben ist. Dazu zählen unter anderem
    • Solarkollek­toren zur kom­binierten Warmwasser­auf­bere­itung und Heizung­sun­ter­stützung,
    • Solarkollek­toren zur Kälte- und Prozess­wärmeerzeu­gung,
    • Pel­letkessel und
    • hochef­fiziente Wärmepumpen.
  • Nicht mehr gefördert wer­den Anla­gen im Neubau, da hier eine bun­desweite Nutzungspflicht nach dem Erneuer­baren-Energien-Wärmege­setz beste­ht. Eben­so ent­fällt kün­ftig eine Förderung für bere­its bre­it im Markt etablierte Tech­nolo­gien wie Solarkollek­toren zur reinen Trinkwasser­erwär­mung oder solche Tech­nolo­gien mit ein­er guten Wirtschaftlichkeit, wie luft­ge­führter Pel­letöfen, Schei­tholzver­gaserkessel und weniger effizien­ter Wärmepumpen. Diese Förderkon­di­tio­nen gel­ten zunächst bis Ende 2011.
  • Alle bis zur Verkün­dung des Pro­gramm­stopps am 3. Mai 2010 bei der BAFA einge­gan­gene Anträge erhal­ten die volle Förderung nach den alten Kon­di­tio­nen.

Die Förderung von großen Anla­gen zur Wärmeerzeu­gung im Rah­men des MAP, die über die KfW-Banken­gruppe erfol­gt, war von der Haushaltsperre nicht betrof­fen. Deshalb wird die beste­hende Dar­lehens­förderung für

unverän­dert fort­ge­führt.

Im Bere­ich der Nationalen Kli­maschutzini­tia­tive bleibt jedoch das Förder­pro­gramm für kleine Anla­gen der Kraft-Wärme-Kop­plung (Mini-KWK) weit­er­hin aus­ge­set­zt, da hier­für die Mit­tel bere­its voll­ständig aus­geschöpft sind.