Wind­ener­gie in Baden-Würt­tem­berg

Die Stutt­gar­ter Lan­des­re­gie­rung hat sich das ambi­tio­nier­te Ziel gesetzt, bis 2020 rund 10% des Stroms im Land mit „hei­mi­scher“ Wind­kraft zu erzeu­gen. Wie ambi­tio­niert die­ses Ziel ist, zeigt ein Blick auf die aktu­el­len Zah­len: Im Jahr 2009 – die Zah­len für 2010 lie­gen noch nicht vor – betrug der Anteil der Wind­kraft am Gesamt­strom­be­darf in Baden-Würt­tem­berg gera­de ein­mal 0,8%.

Wind­ener­gie in Baden-Würt­tem­berg

Um die­ses Ziel zu errei­chen, soll nun das Lan­des­pla­nungs­ge­setz ent­spre­chend ange­passt und „wind­ener­gie­freund­lich“ gestal­tet wer­den. Hier­zu hat die Lan­des­re­gie­rung nun Eck­punk­te beschlos­sen, auf deren Grund­la­ge die ent­spre­chen­de Geset­zes­no­vel­le in der Som­mer­pau­se erar­bei­tet wer­den soll, damit das Gesetz Anfang 2012 in Kraft tre­ten kann.

Mit der neu­en Rege­lung sol­len die bis­her in den Regio­nal­plä­nen fest­ge­leg­ten Vor­rang­ge­bie­te für Wind­kraft­an­la­gen aus­ge­wei­tet und gleich­zei­tig die bis­he­ri­gen Aus­schluss­ge­bie­te abge­schafft wer­den. Dort könn­ten künf­tig die Kom­mu­nen bei Bedarf ihre Pla­nungs­kom­pe­tenz wahr­neh­men und vor Ort ange­mes­se­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen. Die Ände­run­gen sol­len für die nöti­ge grö­ße­re Fle­xi­bi­li­tät bei der Pla­nung neu­er Anla­gen sor­gen. Nach wie vor soll der Aus­bau der Anla­gen aber über die Regio­nal­pla­nung gesteu­ert und damit auch kon­trol­liert wer­den.

Auch sehen die jetzt beschlos­se­nen Eck­punk­te vor, dass nach wie vor Anla­gen in der Umge­bung von Wohn­sied­lun­gen oder in Natur- und Vogel­schutz­ge­bie­ten nicht zuläs­sig sind. Auch in der Kern­zo­ne des Bio­sphä­ren­ge­biets Schwä­bi­sche Alb soll es wei­ter­hin kei­ne Wind­rä­der geben.

Dar­über hin­aus soll ein Wind­ener­gie­er­lass vor­be­rei­tet wer­den, der den Geneh­mi­gungs­be­hör­den – ins­be­son­de­re den Immis­si­ons­schutz- und Natur­schutz­ver­wal­tun­gen – als Richt­schnur für die Geneh­mi­gung neu­er Wind­rä­der die­nen soll.