Wind­ener­gie und das Lan­des­pla­nungs­pla­nungs­ge­setz Baden-Würt­tem­berg

Der baden-würt­tem­ber­gi­sche Land­tag die Novel­le des Lan­des­pla­nungs­ge­set­zes beschlos­sen und damit die Wei­chen für einen kräf­ti­gen Aus­bau der Wind­kraft im Länd­le gestellt.

Wind­ener­gie und das Lan­des­pla­nungs­pla­nungs­ge­setz Baden-Würt­tem­berg

Die Ener­gie­wen­de ist eine der größ­ten gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen für die Zukunft. Mit dem neu­en Lan­des­pla­nungs­ge­setz bringt die Lan­des­re­gie­rung die Ener­gie­wen­de in Baden-Würt­tem­berg ein ent­schei­den­den Schritt vor­an, indem sie Rah­men­be­din­gun­gen für einen schnel­len und deut­li­chen Aus­bau der Wind­kraft schafft. Das ist drin­gend not­wen­dig. Denn bis­her lag das Land mit einem Wind­kraft­an­teil von nur knapp einem Pro­zent auf dem letz­ten Platz unter den deut­schen Flä­chen­län­dern. Im letz­ten Jahr konn­ten in Baden-Würt­tem­berg gera­de mal neun Wind­rä­der gebaut wer­den. Ziel des neu­en Lan­des­pla­nungs­ge­set­zes ist es, bis 2020 den Anteil auf zehn Pro­zent zu erhö­hen.

Vie­le Kom­mu­nen und kom­mu­na­le Ener­gie­ver­sor­ger ste­hen bereits für den Bau neu­er Anla­gen in den Start­lö­chern. Auch Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wol­len sich zusam­men­tun und genos­sen­schaft­lich Bür­ger­wind­rä­der bau­en und betrei­ben. Bis­lang stell­te das Lan­des­pla­nungs­ge­setz aber eine nahe­zu unüber­wind­ba­re Hür­de bei der Errich­tung neu­er Wind­rä­der dar. Dies soll sich nun ändern: Das neue Gesetz been­det die alte „Schwarz-Weiß-Pla­nung“ für Wind­kraft­rä­der-Stand­or­te. Die Regio­nal­ver­bän­de kön­nen künf­tig nur noch „wei­ße“ Vor­rang­ge­bie­te für regio­nal bedeut­sa­me Wind­kraft­an­la­gen fest­le­gen – also Gebie­te, in denen Wind­kraft­an­la­gen zuläs­sig sind. In allen ande­ren Gebie­ten kön­nen jetzt auch Städ­te oder Gemein­den selbst­stän­dig pla­nen. Nicht mehr mög­lich sind „schwar­ze“ Aus­schluss­ge­bie­te, in denen der Bau von Wind­kraft­an­la­gen ver­bo­ten ist. Das heißt: Anders als frü­her ist der Bau von Wind­rä­dern künf­tig grund­sätz­lich erlaubt und nicht mehr grund­sätz­lich ver­bo­ten.

Der Aus­bau der Wind­kraft soll natur- und land­schafts­ver­träg­lich sein, und die betrof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Pla­nung betei­ligt wer­den. Auch in Zukunft kön­nen natür­lich nicht über­all Wind­kraft­an­la­gen ent­ste­hen. So sind etwa Anla­gen in der Nähe von Wohn- und Natur­schutz­ge­bie­ten oder in der Kern­zo­ne des Bio­sphä­ren­re­ser­vats Schwä­bi­sche Alb auch wei­ter Tabu.

Das neue Lan­des­pla­nungs­ge­set­zes soll es Städ­ten und Gemein­den ermög­li­chen, außer­halb der Vor­rang­ge­bie­te im Rah­men ihrer Pla­nungs­ho­heit Stand­or­te für Wind­kraft­an­la­gen in ihren Flä­chen­nut­zungs­plä­nen fest­zu­le­gen. Die bis­her gel­ten­den Vor­rang- und Aus­schluss­ge­bie­te wer­den nach einer Über­gangs­frist zum 1. Janu­ar 2013 auf­ge­ho­ben.