Kos­ten der Last­fluss­zu­sa­ge in einem Gas­ver­tei­ler­net­zes

Kos­ten, die dem Betrei­ber eines Gas­ver­tei­ler­net­zes für eine Last­fluss­zu­sa­ge ent­stan­den sind, mit der sich ein ande­res Unter­neh­men ver­pflich­tet hat, bestimm­te Gas­men­gen in Spei­chern ver­füg­bar zu hal­ten und auf Anfor­de­rung des Betrei­bers in des­sen Netz ein­zu­spei­sen, sind nicht als Kos­ten aus erfor­der­li­cher Inan­spruch­nah­me vor­ge­la­ger­ter Netz­ebe­nen im Sin­ne von § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 ARegV anzu­se­hen, son­dern nur nach Maß­ga­be von § 4 Abs. 1 und 6 sowie § 5 Abs. 1 Gas­NEV berück­sich­ti­gungs­fä­hig.

Kos­ten der Last­fluss­zu­sa­ge in einem Gas­ver­tei­ler­net­zes

Das Ergeb­nis der nach § 6 Abs. 2 ARegV her­an­zu­zie­hen­den Kos­ten­prü­fung ist bei der Bestim­mung des Aus­gangs­ni­veaus für die Fest­le­gung der Erlös­ober­gren­zen nicht schon des­halb zu kor­ri­gie­ren, weil die Bun­des­netz­agen­tur die Fra­ge, ob die in § 4 Abs. 1 Gas­NEV nor­mier­ten Vor­aus­set­zun­gen für die Aner­ken­nung von Netz­kos­ten oder auf­wands­glei­chen Kos­ten­po­si­tio­nen vor­lie­gen, im Ein­zel­fall mög­li­cher­wei­se unzu-tref­fend beur­teilt hat.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Novem­ber 2012 – EnVR 101/​10