Preis­an­pas­sun­gen bei der Erdgaslieferung

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs fin­det eine Bil­lig­keits­kon­trol­le der von den Par­tei­en – sei es bei Ver­trags­schluss oder spä­ter – ver­ein­bar­ten Prei­se in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 315 BGB auch bei einer Mono­pol­stel­lung des Gas­ver­sor­gers nicht statt [1]. Der umfas­sen­den gericht­li­chen Kon­trol­le steht ent­ge­gen, dass sie der Inten­ti­on des Gesetz­ge­bers zuwi­der lie­fe, der eine staat­li­che Prü­fung und Geneh­mi­gung die­ser Tari­fe wie­der­holt abge­lehnt hat. Auch bei der gericht­li­chen Kon­trol­le der Bil­lig­keit der Tarif­fest­set­zung fän­de für das betrof­fe­ne Gas­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men eine Preis­re­gu­lie­rung statt, wenn der Tarif nach Auf­fas­sung des Gerichts unbil­lig über­höht und des­halb durch Urteil zu bestim­men wäre [2]. An die­ser Recht­spre­chung hält der Bun­des­ge­richts­hof fest.

Preis­an­pas­sun­gen bei der Erdgaslieferung

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 26. Sep­tem­ber 2012 – VIII ZR 240/​11

  1. BGH, Urtei­le vom 19.11.2008 – VIII ZR 138/​07, BGHZ 178, 362 Rn. 18; vom 08.07.2009 – VIII ZR 314/​07, WM 2009, 1957 Rn. 17; vom 09.02.2011 – VIII ZR 295/​09, WM 2011, 1860 Rn. 45[]
  2. vgl. dazu im Ein­zel­nen BGH, Urteil vom 19.11.2008 – VIII ZR 138/​07, aaO Rn. 18 ff.[]