Fern­wär­me in der Miet­woh­nung

Fern­wär­me in der Miet­woh­nung

Bestimmt der Ver­mie­ter gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 2 Miet­Hö­heR­egG, dass die Kos­ten der Was­ser­ver­sor­gung und der Ent­wäs­se­rung unmit­tel­bar mit dem­je­ni­gen abge­rech­net wer­den, der die ent­spre­chen­den Leis­tun­gen erbringt, kann sich der Leis­tungs­er­brin­ger zur Erfül­lung der von ihm über­nom­me­nen Leis­tungs­pflich­ten Drit­ter bedie­nen.

Teilt der Ver­mie­ter, der nach dem Miet­ver­trag ledig­lich eine beheiz­ba­re Woh­nung schul­det, dem Mie­ter im Zuge der Ein­rich­tung einer Fern­wär­me­ver­sor­gung mit, dass die Kos­ten für Hei­zung und Warm­was­ser künf­tig direkt mit dem Ver­sor­ger abzu­rech­nen sind, und über­sen­det der Ver­sor­ger dem Mie­ter dar­auf­hin den Ent­wurf einer Lie­fer­ver­ein­ba­rung, kommt ein Lie­fer­ver­trag mit dem Ver­sor­ger nach § 2 Abs. 2 AVB­Fern­wär­meV dadurch zustan­de, dass der Mie­ter die Leis­tun­gen des Ver­sor­gers in Anspruch nimmt. Das gilt auch dann, wenn der Mie­ter der Direkt­ab­rech­nung wider­spricht und den ihm über­sand­ten Ent­wurf nicht unter­zeich­net.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Novem­ber 2009 – VIII ZR 235/​08