Wenn die Heizung nicht wärmt

Hur­ra, es ist Som­mer! Die Tem­per­a­turen liegen im angenehmen Bere­ich und die Benutzung der Heizung ist über­flüs­sig. Aber ger­ade aus diesem Grund bietet es sich im Som­mer an, geplante bzw. notwendi­ge Heizungsar­beit­en durchzuführen.

Wenn die Heizung nicht wärmt

Ein Ver­mi­eter, der im Win­ter keinen Ärg­er mit seinen Mietern haben möchte, sollte im Som­mer dementsprechende Vorkehrun­gen tre­f­fen. Ist die Heizungsan­lage der­art ver­al­tet, dass eine Wohn­raumtem­per­atur von 20 bis 22 Grad Cel­sius im Win­ter tagsüber nicht garantiert wer­den kann, beste­ht Hand­lungs­be­darf für den Ver­mi­eter. Denn nach all­ge­mein­er Recht­sprechung1 kann ein Mieter beim Unter­schre­it­en dieser Tem­per­a­turen eine Miet­min­derung gel­tend machen. So hat das Amts­gericht Köln2 bei ein­er Heizung, die nur zen­tral reg­ulier­bar ist und eine Einzel­reg­ulierung der jew­eili­gen Heizun­gen in den einzel­nen Zim­mern nicht ermöglicht, eine Beheizung unter 20 Grad als unzure­ichend ange­se­hen und eine Miet­min­derung zuge­sprochen. Dem Mieter muss es möglich sein, die Wärme zu reg­ulieren3.

FrostfensterAber auch steigende Energiekosten und daraus resul­tierende Einspar­maß­nah­men kön­nen der Grund für eine Opti­mierung der Heizungsan­lage sein. Nicht nur Ver­mi­eter son­dern auch Woh­nung­seigen­tümer und Eigen­heimbe­sitzer wer­den durch attrak­tive Energieeinsparun­gen zur Durch­führung von Mod­ernisierungs­maß­nah­men überzeugt.

Viele Hau­seigen­tümer zögern bei der Entschei­dung, der­ar­tige Mod­ernisierun­gen vornehmen zu lassen, da sie vor dem Umfang der Bau­maß­nah­men zurückschreck­en. Wer nicht gle­ich die gesamte Heizungsan­lage aus­tauschen will, für den gibt es dur­chaus eine Alter­na­tive, die weniger aufwendig ist: Die Hei­zleis­ten­heizung. Sie erset­zt lediglich die herkömm­lichen Heizkör­p­er und nicht die gesamte Anlage. Mit dieser Meth­ode wird unter wesentlich gerin­gerem Aufwand eine angenehme Strahlungswärme erzeugt. Da die Leitun­gen nicht unter Putz ver­legt wer­den müssen, ist durch gerin­geren Arbeit­saufwand beson­ders für in die Jahre gekommene Häuser und Woh­nun­gen die Sock­el­hei­zleiste vorzuziehen.

Strahlung­sheizun­gen erwär­men in erster Lin­ie feste Sub­stanz und weniger die Luft. Die Wärme wird über die Sock­el­hei­zleis­ten in der Wand im gesamten Raum verteilt. Dadurch ist beim Ver­brauch­er weniger Energie und eine gerin­gere Tem­per­atur notwendig, damit dieser sich “wohl” fühlt. So kann der Ein­bau von Sock­el­hei­zleis­ten eine gute Alter­na­tive zu anderen Maß­nah­men der Wärmedäm­mung wie dem Aus­tausch der Fen­ster sein, um die Energiekosten zu senken. Einen hohen Anteil an der Kosten­erspar­nis hat auch die sehr niedrige Vor­lauftem­per­atur. Die schnelle und gle­ich­mäßige Wärme schlägt sich eben­falls bei den Ver­brauch­szahlen nieder. Wer weit­er­führende Infor­ma­tio­nen erhal­ten möchte, find­et sie hier.

Zum angenehmen Raumk­li­ma trägt auch das nicht vorhan­dene Aufwirbeln von Staub bei — das bei der Ver­wen­dung von herkömm­lichen Heizkör­pern mit Kon­vek­tion­swärme unver­mei­d­bar ist. Für Allergik­er ist diese Heizung eine opti­male Lösung. Darüber hin­aus erwär­men die Sock­elleis­ten die gesamte Wand und ver­hin­dern bzw. min­dern eine krankmachende Schim­mel­bil­dung. Der Gesund­heit kann das nur förder­lich sein.

  1. AG Ham­burg, Urteil vom 08.03.1995 — 41a C 1371/93; LG Berlin, Urteil vom 26.05.1998 — 64 S 266/97 []
  2. AG Köln, Urteil vom 13.04.2012 — 201 C 481/10 []
  3. Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl., § 536 Rn. 34 []