Das strom­steu­er­recht­li­che Her­stel­ler­pri­vi­leg und die Beleuch­tung von Sozialräumen

Das strom­steu­er­recht­li­che Her­stel­ler­pri­vi­leg erstreckt sich nicht auf die Beleuch­tung und Kli­ma­ti­sie­rung von Sozi­al­räu­men. Eine Steu­er­be­frei­ung nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 Strom­StG für den zur Strom­erzeu­gung ent­nom­me­nen Strom kann nur dann gewährt wer­den, wenn die Ver­wen­dung des Stroms mit der Strom­erzeu­gung in einem engen Zusam­men­hang steht und auf­grund der beson­de­ren Gege­ben­hei­ten der

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Wind­ener­gie­an­la­gen in den Raumordnungsprogrammen

Das Raum­ord­nungs­pro­gramm eines Land­krei­ses mit dem Ver­such der Kon­zen­tra­ti­on von Wind­kraft­an­la­gen an bestimm­ten Stand­or­ten ist feh­ler­haft und unwirk­sam, wenn der Land­kreis sei­ne eige­nen Pla­nungs­kri­te­ri­en nicht ein­ge­hal­ten hat. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg ent­schie­de­nen hat­te der Land­kreis Hei­de­kreis mit einem regio­na­len Raum­ord­nungs­pro­gramm von 2001 ver­sucht, Vor­rang­stand­or­te für die Wind­ener­gie­nut­zung fest­zu­schrei­ben. Dieses

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Der Wech­sel des Energieversorgers

Um den Ver­brau­chern, die sich dazu ent­schlos­sen haben, einen güns­ti­ge­ren Ener­gie­lie­fe­ran­ten zu suchen, einen schnel­le­ren Wech­sel zu ermög­li­chen, hat heu­te die Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen, dass es künf­tig den Ver­brau­chern mög­lich ist, ihren Ver­trag mit einer Frist von zwei Wochen zu kün­di­gen. Bis­her muss­te eine Frist von einem Monat zum Monats­en­de eingehalten

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Staat­li­che Bei­hil­fen beim Strombezug

Das Gericht der Euro­päi­schen Uni­on hat in einem jetzt ver­kün­de­ten Urteil bestä­tigt, dass der Strom­be­zugs­ver­trag zwi­schen der Gesell­schaft Buda­pes­ti Erő­mű und dem unga­ri­schen öffent­li­chen Unter­neh­men MVM eine rechts­wid­ri­ge staat­li­che Bei­hil­fe umfasst. Obwohl die­ser Ver­trag vor dem Bei­tritt Ungarns zur Uni­on geschlos­sen wur­de, ist er vom Zeit­punkt des Bei­tritts an am

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Anreiz­re­gu­lie­rung der Energienetze

Die Neu­fas­sung des § 9 ARegV ist – auch rück­wir­kend – wirk­sam und fin­det auf die gesam­te ers­te Regu­lie­rungs­pe­ri­ode nach der Anreiz­re­gu­lie­rungs­ver­ord­nung (ARegV) Anwen­dung. Mit die­ser Ent­schei­dung hat sich der Bun­des­ge­richts­hof erneut zu der Regu­lie­rung der Ent­gel­te für die Durch­lei­tung von Elek­tri­zi­tät durch frem­de Strom­net­ze nach der Anreiz­re­gu­lie­rungs­ver­ord­nung (ARegV) geäu­ßert. Bereits

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Fern­wär­me­lie­fe­rung oder nur der Betrieb einer Heizungsanlage?

Um die Lie­fe­rung von Fern­wär­me han­delt es sich nur dann, wenn der Ener­­gie-ver­­­sor­­ger/­E­ner­­gie­­diens­t­­leis­­ter hohe Inves­ti­tio­nen vor­zu­neh­men hat, um sei­ne Ver­trags­pflicht zur Wär­me­lie­fe­rung erfül­len zu kön­nen. Hier­an fehlt es regel­mä­ßig, wenn der Energieversorger/​Energiedienstleister sich im Wesent­li­chen ledig­lich dazu ver­pflich­tet, eine bereits vor­han­de­ne, im Eigen­tum des Kun­den ste­hen­de funk­ti­ons­tüch­ti­ge Hei­zungs­an­la­ge für ein

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Über­gang einer strom­steu­er­recht­li­chen Erlaub­nis durch Verschmelzung

Im Fall einer Umwand­lung durch Ver­schmel­zung nach § 2 Nr. 1 UmwG geht die dem über­tra­gen­den Rechts­trä­ger nach § 9 Abs. 3 Strom­StG erteil­te Erlaub­nis zur steu­er­be­güns­tig­ten Ver­wen­dung von Strom nicht auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger über, son­dern erlischt mit der Ein­tra­gung der Ver­schmel­zung im Han­dels­re­gis­ter. Nach § 9 Abs. 8 Satz 1 Strom­StG ent­steht die Steu­er, wenn

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Lauf­zeit­klau­seln in Wärmeversorgungsverträgen

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell mit der Wirk­sam­keit von Lauf­zeit­ver­ein­ba­run­gen in Wär­me­ver­sor­gungs­ver­trä­gen zu befas­sen: Die Klä­ge­rin ist eine Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft, die Beklag­te ein Ener­gie­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men. Die Beklag­te schloss am 17. Sep­tem­ber 2002 einen vor­for­mu­lier­ten Wär­me­lie­fe­rungs­ver­trag mit der Rechts­vor­gän­ge­rin der Klä­ge­rin. In dem Ver­trag ist die Gel­tung der Ver­ord­nung über All­ge­mei­ne Bedin­gun­gen für

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Lauf­zeit­ver­ein­ba­run­gen bei der Fernwärme

Der Bun­des­ge­richts­hof hat sich aktu­ell mit der Wirk­sam­keit von Lauf­zeit­ver­ein­ba­run­gen in Wär­me­ver­sor­gungs­ver­trä­gen zu befas­sen. Dem zugrun­de lag der Rechts­streit einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft (Klä­ge­rin) gegen ein Ener­gie­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men (Beklag­te). Die Beklag­te schloss am 17. Sep­tem­ber 2002 einen vor­for­mu­lier­ten Wär­me­lie­fe­rungs­ver­trag mit der Rechts­vor­gän­ge­rin der Klä­ge­rin. In dem Ver­trag ist die Gel­tung der Ver­ord­nung über

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Erd­öl­be­vor­ra­tung

Nach dem Deut­schen Bun­des­tag hat auch der Bun­des­rat das „Gesetz zur Neu­fas­sung des Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ge­set­zes und zur Ände­rung des Mine­ral­öl­da­ten­ge­set­zes“ beschlos­sen. Mit dem neu­en Gesetz soll ins­be­son­de­re die euro­päi­sche Erd­öl­be­vor­ra­tungs­richt­li­nie umge­setzt und zugleich das Sys­tem der Ölkri­sen­vor­sor­ge opti­miert wer­den. Das Gesetz regelt die Bevor­ra­tung mit Erd­öl und Erd­öl­er­zeug­nis­sen zur Vor­sor­ge für

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Neu­es Koh­le­kraft­werk im FFH-Gebiet

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter hat den Vor­be­scheid und die ers­te Teil­ge­neh­mi­gung für das geplan­te Stein­koh­le­kraft­werk der Tria­nel Power Koh­le­kraft­werk Lünen GmbH & Co. KG in Lünen nach ins­ge­samt drei­tä­gi­ger münd­li­cher Ver­hand­lung auf­ge­ho­ben und damit einer Kla­ge des BUND Bund für Umwelt und Natur­schutz e.V. statt­ge­ge­ben. Durch das

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Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ge­setz

Der Bun­des­rat hat heu­te das vom Deut­schen Bun­des­tag am 27. Okto­ber 2011 beschlos­se­ne „Gesetz zur Neu­fas­sung des Erd­öl­be­vor­ra­tungs­ge­set­zes und zur Ände­rung des Mine­ral­öl­da­ten­ge­set­zes“ bestä­tigt. Das Gesetz regelt die Bevor­ra­tung mit Erd­öl und Erd­öl­er­zeug­nis­sen zur Vor­sor­ge für Ver­sor­gungs­stö­run­gen neu. Künf­tig sind Vor­rä­te in der Höhe der Net­to­ein­fuh­ren eines Zeit­raums von 90

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Ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te-Pro­duk­te-Gesetz

Am ver­gan­ge­nen Frei­tag ist das Gesetz zur Novel­lie­rung des Ener­­gie­­be­­trie­­be­­ne-Pro­­­du­k­­te-Gese­t­­zes (EBPG) in Kraft getre­ten. Mit die­ser Novel­le wird die neu­ge­fass­te Öko­­­de­­sign-Rich­t­­li­­nie 2009/​125/​EG der Euro­päi­schen Uni­on in deut­sches Recht umge­setzt und der Geset­zes­ti­tel in „Ener­­gie­­ver­­­brauchs­­re­­le­­van­­te-Pro­­­du­k­­te-Gesetz (EVPG)“ geän­dert. Die Richt­li­nie 2009/​125/​EG hat den Gel­tungs­be­reich der Öko­­­de­­sign-Rich­t­­li­­nie 2005/​32/​EG von ener­gie­be­trie­be­nen auf ener­gie­ver­brauchs­re­le­van­te Produkte

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Erwischt: Küs­ten­mo­tor­schiff mit Heiz­öl betankt

Gemäß § 21 Abs. 1 Ener­gieStG ist Ener­gie­steu­er für Ener­gie­er­zeug­nis­se mit zuge­las­se­nen Kenn­zeich­nungs­stof­fen zu ent­rich­ten, wenn sie sich im Haupt­be­häl­ter eines Tra­di­ti­ons­schif­fes der pri­va­ten nicht­ge­werb­li­chen Schiff­fahrt befin­den. Dabei fällt unter einen Haupt­be­häl­ter i.S. von § 41 Ener­gieStV auch ein Kraft­stoff­tank, der im Rah­men des Umbaus von einem Segel­schiff zu einem Motorschiff

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„Festpreis“-Stromtarif

Die Wer­bung für einen Strom­ta­rif mit dem Begriff „Fest­preis“ kann irre­füh­rend sein, wenn der Ver­brau­cher nicht aus­rei­chend über den erheb­li­chen Anteil der varia­blen Preis­be­stand­tei­le (hier mehr als 40%) auf­ge­klärt wird. Die Klä­ge­rin des jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Falls, ein Ener­gie­ver­sor­gungs­un­ter­neh­men aus Nord­deutsch­land, ver­lang­te von ihrer Kon­kur­renz aus dem Ruhr­ge­biet Unterlassung

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Raum­be­deut­sam­keit einer drit­ten Windkraftanlage

Raum­be­deut­sam sind Pla­nun­gen ein­schließ­lich der Raum­ord­nungs­plä­ne, Vor­ha­ben und sons­ti­ge Maß­nah­men, durch die Raum in Anspruch genom­men oder die räum­li­che Ent­wick­lung oder Funk­ti­on eines Gebie­tes beein­flusst wird. Ob eine ein­zel­ne Wind­ener­gie­an­la­ge in die­sem Sin­ne raum­be­deut­sam ist, beur­teilt sich nach den tat­säch­li­chen Umstän­den des Ein­zel­falls. So hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hier entschieden. 

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Höhen­be­gren­zung bei Windenergieanlage

Außen­wirk­sa­me Höhen­be­gren­zun­gen für Wind­ener­gie­an­la­gen in Vor­rang­stand­or­ten kön­nen nicht nach § 35 Abs. 3 Satz 2,3 Bau­GB vor­ge­nom­men wer­den, da es es im ROG kei­ne Rechts­grund­la­ge hier­für gibt. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Sta­de ent­schie­den. Die Klä­ge­rin betreibt einen Wind­park mit fünf Wind­ener­gie­an­la­gen mit einer Höhe von jeweils bis zu 100 m. Die Gesamt­hö­hen der

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Vor­steu­er­ab­zug für eine pri­va­te Photovoltaikanlage

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sich aktu­ell in drei Urtei­len grund­sätz­lich zu den Vor­aus­set­zun­gen und zum Umfang eines Vor­steu­er­ab­zugs im Zusam­men­hang mit der Instal­la­ti­on einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge (PV-Anla­­ge) zur Erzeu­gung von Strom aus sola­rer Strah­lungs­en­er­gie geäu­ßert. Danach ist ein (pri­va­ter) Betrei­ber einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge, der den mit sei­ner Anla­ge erzeug­ten Strom kon­ti­nu­ier­lich an einen

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EEG-Umla­ge steigt 2012 minimal

Die Höhe der EEG-Umla­­ge wird für das Jahr 2012 vorraus­sicht­lich um 0,062 Cent pro Kilo­watt­stun­de anstei­gen. Wie die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber heu­te, am 14. Okto­ber 2011, mit­ge­teilt haben, wird die Umla­ge für die nach dem Erneu­er­­ba­­re-Ener­­gien-Gesetz (EEG) ver­gü­te­te Ein­spei­sung aus Strom­erzeu­gungs­an­la­gen sich 2012 nur gering­fü­gig ver­än­dern. Die soge­nann­te EEG-Umla­­ge wird von den

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Strom­steu­er­be­frei­ung für klei­ne Anlagen

Im Rah­men eines Rechts­streits über die Strom­steu­er­be­frei­ung für klei­ne Anla­gen hat der Bun­des­fi­nanz­hof zum Begriff der Nenn­leis­tung einer Strom­erzeu­gungs­an­la­ge hat nun Stel­lung genom­men: Nach den strom­steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben sind klei­ne Strom­erzeu­gungs­an­la­gen mit einer Nenn­leis­tung bis zu 2 Mega­watt von der Strom­steu­er befreit, sofern der erzeug­te Strom in räum­li­chem Zusam­men­hang zu die­ser Anlage

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