Die Bun­des­netz­agen­tur und der Strom­netz­aus­bau

Die Bun­des­netz­agen­tur erhält erwei­ter­te Kom­pe­ten­zen für den Strom­netz­aus­bau. Ihr obliegt fort­an die Durch­füh­rung von Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren für län­der- und grenz­über­schrei­ten­de Netz­aus­bau­vor­ha­ben. Der Bun­des­rat hat dazu jetzt einer ent­spre­chen­den Ver­ord­nung zuge­stimmt. Eben­so stimm­te er dem bereits im April vom Bun­des­tag ver­ab­schie­de­ten Bun­des­be­darfs­plan­ge­setz zu.

Die Bun­des­netz­agen­tur und der Strom­netz­aus­bau

Das Bun­des­be­darfs­plan­ge­setz legt fest, wel­che Höchst­span­nungs­lei­tun­gen für den Erfolg der Ener­gie­wen­de not­wen­dig sind und somit vor­dring­lich aus­ge­baut wer­den müs­sen. Kon­kret han­delt es sich um 36 Vor­ha­ben für Höchst­span­nungs­lei­tun­gen, wovon 16 Lei­tun­gen als län­der- oder grenz­über­schrei­tend gekenn­zeich­net sind. Letz­te­re fal­len in die Zustän­dig­keit der Bun­des­netz­agen­tur. Für ins­ge­samt acht Vor­ha­ben ist Hoch­span­nungs­gleich­strom als Über­tra­gungs­tech­nik vor­ge­se­hen, zwei der acht Vor­ha­ben sind Erd­ka­bel­pi­lot­pro­jek­te. Ein wei­te­res Pilot­pro­jekt ist der Ein­satz eines Hoch­tem­pe­ra­tur­lei­ter­seils, um grö­ße­re Strom­men­gen zu trans­por­tie­ren.

Zeit­nah nach Inkraft­tre­ten des Geset­zes im Som­mer sind die ers­ten Anträ­ge auf Bun­des­fach­pla­nung durch die Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber zu erwar­ten. Dabei wer­den zunächst bis zu einem Kilo­me­ter brei­te Tras­sen­kor­ri­do­re fest­ge­legt. Im Anschluss dar­an wird die Bun­des­netz­agen­tur im Rah­men der Plan­fest­stel­lung für ins­ge­samt etwa 3.800 km die kon­kre­ten Tras­sen­ver­läu­fe fest­le­gen.