Die durchschnittliche Stromversorgungsunterbrechung

Die Stromver­sorgung in Deutsch­land ist enorm zuver­läs­sig und besitzt eine hohe Ver­sorgungsqual­ität. So äußerte sich der Präsi­dent der Bun­desnet­za­gen­tur, Jochen Homann zur Veröf­fentlichung des SAI­DI-Werts (Sys­tem Aver­age Inter­rup­tion Dura­tion Index). Mit diesem Wert wird die durch­schnit­tliche Unter­brechungs­dauer bei der Stromver­sorgung je angeschlossen­em Let­ztver­brauch­er für ein Jahr angegeben. Für das Jahr 2011 liegt der SAI­DI-Wert bei 15,31 Minuten, er ist damit min­i­mal über dem Wert von 2010 mit 14,90 Minuten.

Die durchschnittliche Stromversorgungsunterbrechung

Dieser SAI­DI-Wert wird dadurch ermit­telt, dass die Elek­triz­itäts­be­treiber gemäß § 52 Energiewirtschafts­ge­setz der Bun­desnet­za­gen­tur jährlich Bericht erstat­ten über die aufge­trete­nen Ver­sorgung­sun­ter­brechun­gen des vorherge­hen­den Jahres. Dabei wer­den Angaben zu Zeit­punkt, Dauer, Aus­maß und Ursache der Ver­sorgung­sun­ter­brechun­gen gemacht. Allerd­ings bleiben dabei die Unter­brechun­gen, die geplant waren oder auf­grund höher­er Gewalt — wie Naturkatas­tro­phen — erfol­gten, außen vor. Lediglich Unter­brechun­gen mit ein­er Dauer von über drei Minuten fließen in die Berech­nung mit ein. Nur unge­plante Unter­brechun­gen, die auf atmo­sphärische Ein­wirkun­gen, Ein­wirkun­gen Drit­ter, Zuständigkeit des Net­z­be­treibers und aus anderen Net­zen rück­wirk­ende Störun­gen zurück­zuführen sind, bilden den SAI­DI-Wert.

Ins­ge­samt haben für das Jahr 2011 864 Net­z­be­treiber für 928 Net­ze ca. 206.673 Ver­sorgung­sun­ter­brechun­gen gemeldet. Eine Über­sicht über die SAI­DI-Werte Strom seit dem Jahr 2006 ist auf der Inter­net­seite der Bun­desnet­za­gen­tur einzuse­hen. So liegt der Wert für das ver­gan­gene Jahr von 15,31 Minuten um einiges unter­halb des Mit­tel­w­ertes von 17,44 Minuten für den Zeitraum von 2006 bis 2010. Im inter­na­tionalen Ver­gle­ich liegt Deutsch­land mit seinem SAI­DI-Wert auf einem Spitzen­platz, wie der Präsi­dent der Bun­desnet­za­gen­tur äußert, und fordert dieses Niveau auch für die Zukun­ft ein.