Biomassestrom

Biomassestrom

Die Nach­haltigkeitsverord­nung für das Erneuer­bare-Energien-Gesetz (Bio­masse­s­trom-Nach­haltigkeitsverord­nung) ist jet­zt im Bun­des­ge­set­zblatt veröf­fentlicht wor­den und tritt damit am 24. August 2009 in Kraft. Für die Stromerzeu­gung aus erneuer­baren Energien dür­fen – wie bere­its anläßlich der Ver­ab­schiedung der Verord­nung berichtet – dann nur noch solche Pflanzenöle einge­set­zt wer­den, die nach­haltig hergestellt wor­den sind.

Die Nach­haltigkeitsverord­nung sieht vor, dass flüs­sige Bio­masse, die nach dem EEG vergütet wird (zum Beispiel Raps‑, Palm- und Sojaöl), so hergestellt wer­den muss, dass ihr Ein­satz zur Stromerzeu­gung im Ver­gle­ich zu fos­silen Energi­eträgern min­destens 35 Prozent weniger Treib­haus­gase freiset­zt. Des Weit­eren dür­fen die Pflanzen nicht auf Flächen mit hohem Naturschutzw­ert, wie etwa Regen­wäldern oder Feucht­ge­bi­eten, ange­baut wor­den sein. Diese Anforderun­gen an die Nach­haltigkeit müssen bei flüs­siger Bio­masse einge­hal­ten wer­den, die ab 1. Jan­u­ar 2010 zur Stromerzeu­gung einge­set­zt und nach dem EEG vergütet wird. Für flüs­sige Bio­masse aus der ein­ge­lagerten Ernte und der Ernte 2009 gel­ten für das Jahr 2010 Über­gangsregelun­gen.

Der Nach­weis dieser Anforderun­gen erfol­gt mit Hil­fe von Zer­ti­fizierungssys­te­men und Zer­ti­fizierungsstellen, die jew­eils von der Bun­de­sanstalt für Land­wirtschaft und Ernährung anerkan­nt sein müssen. Ab dem Inkraft­treten der Verord­nung kön­nen Anträge auf Anerken­nung bei der BLE gestellt wer­den. Zur Zeit wer­den die Ver­wal­tungsvorschriften für die Anerken­nungsver­fahren allerd­ings noch erar­beit­et.