Netz­zu­gangs­ent­gelt – und die kal­ku­la­to­ri­sche Gewer­be­steu­er

Wie der Bun­des­ge­richts­hof bereits mehr­fach ent­schie­den hat, ist im Hin­blick auf die von der Bun­des­netz­agen­tur vor­ge­nom­me­nen Ände­run­gen bei der Eigen­ka­pi­tal­ver­zin­sung wegen der Neu­fest­le­gung der Zins­sät­ze vom 07.07.2008 auch die kal­ku­la­to­ri­sche Gewer­be­steu­er anzu­pas­sen.

Netz­zu­gangs­ent­gelt – und die kal­ku­la­to­ri­sche Gewer­be­steu­er

Dies folgt aus der in § 8 Strom­NEV vor­ge­schrie­be­nen Anbin­dung der kal­ku­la­to­ri­schen Gewer­be­steu­er an die Bemes­sungs­grund­la­ge der kal­ku­la­to­ri­schen Eigen­ka­pi­tal­ver­zin­sung. Aus § 7 Abs. 6 Strom­NEV ergibt sich nichts ande­res. Ob die Betrof­fe­ne eine ent­spre­chen­de Anpas­sung bereits im – vor der Neu­fest­le­gung der Zins­sät­ze abge­schlos­se­nen – Ent­gelt­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren bean­tragt hat, ist uner­heb­lich.

Die Anpas­sung der kal­ku­la­to­ri­schen Gewer­be­steu­er ergibt sich als rech­ne­ri­sche Fol­ge aus der Ände­rung der Bemes­sungs­grund­la­ge und bedarf kei­nes zusätz­li­chen tat­säch­li­chen Vor­brin­gens sei­tens des Netz­be­trei­bers [1].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 14. April 2015 – EnVR 16/​14

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 09.10.2012 – EnVR 88/​10, RdE 2013, 22 Rn.19 ff. SWM Infra­struk­tur GmbH[]