Wenn die Heizung nicht wärmt

Hurra, es ist Sommer! Die Temperaturen liegen im angenehmen Bereich und die Benutzung der Heizung ist überflüssig. Aber gerade aus diesem Grund bietet es sich im Sommer an, geplante bzw. notwendige Heizungsarbeiten durchzuführen.

Wenn die Heizung nicht wärmt

Ein Vermieter, der im Winter keinen Ärger mit seinen Mietern haben möchte, sollte im Sommer dementsprechende Vorkehrungen treffen. Ist die Heizungsanlage derart veraltet, dass eine Wohnraumtemperatur von 20 bis 22 Grad Celsius im Winter tagsüber nicht garantiert werden kann, besteht Handlungsbedarf für den Vermieter. Denn nach allgemeiner Rechtsprechung[1] kann ein Mieter beim Unterschreiten dieser Temperaturen eine Mietminderung geltend machen. So hat das Amtsgericht Köln[2] bei einer Heizung, die nur zentral regulierbar ist und eine Einzelregulierung der jeweiligen Heizungen in den einzelnen Zimmern nicht ermöglicht, eine Beheizung unter 20 Grad als unzureichend angesehen und eine Mietminderung zugesprochen. Dem Mieter muss es möglich sein, die Wärme zu regulieren[3].

FrostfensterAber auch steigende Energiekosten und daraus resultierende Einsparmaßnahmen können der Grund für eine Optimierung der Heizungsanlage sein. Nicht nur Vermieter sondern auch Wohnungseigentümer und Eigenheimbesitzer werden durch attraktive Energieeinsparungen zur Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen überzeugt.

Viele Hauseigentümer zögern bei der Entscheidung, derartige Modernisierungen vornehmen zu lassen, da sie vor dem Umfang der Baumaßnahmen zurückschrecken. Wer nicht gleich die gesamte Heizungsanlage austauschen will, für den gibt es durchaus eine Alternative, die weniger aufwendig ist: Die Heizleistenheizung. Sie ersetzt lediglich die herkömmlichen Heizkörper und nicht die gesamte Anlage. Mit dieser Methode wird unter wesentlich geringerem Aufwand eine angenehme Strahlungswärme erzeugt. Da die Leitungen nicht unter Putz verlegt werden müssen, ist durch geringeren Arbeitsaufwand besonders für in die Jahre gekommene Häuser und Wohnungen die Sockelheizleiste vorzuziehen.

Strahlungsheizungen erwärmen in erster Linie feste Substanz und weniger die Luft. Die Wärme wird über die Sockelheizleisten in der Wand im gesamten Raum verteilt. Dadurch ist beim Verbraucher weniger Energie und eine geringere Temperatur notwendig, damit dieser sich „wohl“ fühlt. So kann der Einbau von Sockelheizleisten eine gute Alternative zu anderen Maßnahmen der Wärmedämmung wie dem Austausch der Fenster sein, um die Energiekosten zu senken. Einen hohen Anteil an der Kostenersparnis hat auch die sehr niedrige Vorlauftemperatur. Die schnelle und gleichmäßige Wärme schlägt sich ebenfalls bei den Verbrauchszahlen nieder. Wer weiterführende Informationen erhalten möchte, findet sie hier.

Zum angenehmen Raumklima trägt auch das nicht vorhandene Aufwirbeln von Staub bei – das bei der Verwendung von herkömmlichen Heizkörpern mit Konvektionswärme unvermeidbar ist. Für Allergiker ist diese Heizung eine optimale Lösung. Darüber hinaus erwärmen die Sockelleisten die gesamte Wand und verhindern bzw. mindern eine krankmachende Schimmelbildung. Der Gesundheit kann das nur förderlich sein.

  1. AG Hamburg, Urteil vom 08.03.1995 – 41a C 1371/93; LG Berlin, Urteil vom 26.05.1998 – 64 S 266/97[]
  2. AG Köln, Urteil vom 13.04.2012 – 201 C 481/10[]
  3. Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl., § 536 Rn. 34[]