Auf­su­chungs­er­laub­nis für Erd­wär­me im Ems­land

Das Nie­der­säch­si­sche Lan­des­amt für Berg­bau, Ener­gie und Geo­lo­gie (LBEG) hat der Ems­flower GmbH Anfang Sep­tem­ber eine Erlaub­nis zur Auf­su­chung von Erd­wär­me bei Ems­bü­ren (Land­kreis Ems­land) erteilt. Die Auf­su­chungs­er­laub­nis gilt vom 1. Sep­tem­ber 2013 befris­tet bis 31. August 2015 und umfasst eine Flä­che von etwa 169 km².

Auf­su­chungs­er­laub­nis für Erd­wär­me im Ems­land

Mit der Auf­su­chungs­er­laub­nis für das Feld „Ems­bü­ren“ besitzt die Ems­flower GmbH ledig­lich das Recht, in dem fest­ge­leg­ten Gebiet Erd­wär­me auf­su­chen zu dür­fen. Das Unter­neh­men wird inner­halb des kom­men­den Jah­res Recher­che­ar­beit betrei­ben und sich Infor­ma­tio­nen über den Unter­grund beschaf­fen. Dazu zäh­len z.B. Bohr­loch­da­ten, seis­mi­sche Auf­zeich­nun­gen und geo­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en. Im zwei­ten Jahr folgt dann eine Mach­bar­keits­stu­die, die eine Tem­pe­ra­tur­pro­gno­se, ein Erschlie­ßungs­mo­dell, eine Stand­ort- sowie eine Wirt­schaft­lich­keits­prü­fung ent­hält. In den Ver­ga­be­pro­zess für die Auf­su­chungs­er­laub­nis wur­den bereits Stel­lung­nah­men der betrof­fe­nen Land­krei­se Graf­schaft Bent­heim und Ems­land ein­be­zo­gen, die im Rah­men der Mach­bar­keits­stu­die berück­sich­tigt wer­den. Dazu zäh­len archäo­lo­gi­sche Aspek­te, Bau­denk­mä­ler oder Natur- und Land­schafts­schutz­ge­bie­te.

Die Auf­su­chungs­er­laub­nis berech­tigt nicht zur Durch­füh­rung von tech­ni­schen Maß­nah­men, wie z.B. dem Nie­der­brin­gen von Boh­run­gen oder seis­mi­sche Unter­su­chun­gen. Soll­ten die Recher­che und die Mach­bar­keits­stu­die posi­tiv aus­fal­len, so wird das Unter­neh­men ver­mut­lich beim LBEG einen Betriebs­plan für die Durch­füh­rung tech­ni­scher Maß­nah­men ein­rei­chen, um das Pro­jekt zu rea­li­sie­ren. Über die­se Betriebs­plä­ne ent­schei­det das LBEG dann als Berg­be­hör­de auf der Grund­la­ge des Bun­des­berg­ge­set­zes und des Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­set­zes unter Betei­li­gung der Betrof­fe­nen sowie der in ihrem Auf­ga­ben­be­reich berühr­ten Behör­den (z.B. Land­krei­se als unte­re Was­ser­be­hör­de) und den Gemein­den als Pla­nungs­trä­ger. Dabei wer­den auch Umwelt­be­lan­ge auf­grund des Umwelt­rech­tes wie z.B. Was­ser­recht, Natur­schutz­recht, Immis­si­ons­schutz­recht bewer­tet.

Das Lan­des­amt für Berg­bau, Ener­gie und Geo­lo­gie ist Berg­be­hör­de für Nie­der­sach­sen, Bre­men, Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg sowie Geo­lo­gi­scher Dienst für Nie­der­sach­sen. Die Auf­ga­ben­wahr­neh­mung erfolgt fach­lich-neu­tral und wirt­schaft­lich unab­hän­gig. Das LBEG über­wacht die Berg­bau­be­trie­be in Bezug auf Sicher­heit, Gesund­heits- und Umwelt­schutz. Im Sin­ne der Daseins­vor­sor­ge sichert sich das LBEG dau­er­haft die Kennt­nis­se über Geores­sour­cen und stellt die­se bereit.