Windrad vor der denkmalgeschützten Burg

Windrad vor der denkmalgeschützten Burg

Das Ver­wal­tungs­gericht Köln hat mit zwei heute verkün­de­ten Urteilen entsch­ieden, dass die Genehmi­gung zur Errich­tung und zum Betrieb von zwei Wind­kraftan­la­gen in Els­dorf – Niederem­bt recht­mäßig ist. Damit wies das Ver­wal­tungs­gericht Köln zwei Kla­gen von Nach­barn ab, die sich gegen die Genehmi­gung der Anla­gen gewandt hat­ten.

Mit Bescheid vom 3. Juli 2008 hat­te die Bezirk­sregierung Köln die Genehmi­gung zur Errich­tung und zum Betrieb von zwei Wind­kraftan­la­gen in Els­dorf – Niederem­bt erteilt. Gegen die Genehmi­gung hat­ten zwei Anwohn­er Klage erhoben. Während der eine Anwohn­er befürchtet, durch den Betrieb der Anla­gen unzu­mut­baren Lärm­beläs­ti­gun­gen aus­ge­set­zt zu sein, geht es ein­er anderen Anwohner­in um die Frei­hal­tung der Umge­bung ihrer schon auf dem Stadt­ge­bi­et von Bed­burg gele­ge­nen denkmalgeschützten Bur­gan­lage aus dem frühen 17. Jahrhun­dert.

Bei­de Kla­gen wies das Ver­wal­tungs­gericht ab. Das Gericht stellte zum einen fest, auf­grund der konkreten örtlichen Ver­hält­nisse könne nicht angenom­men wer­den, dass das Erschei­n­ungs­bild der denkmalgeschützen Bur­gan­lage beein­trächtigt werde. Eine Beein­träch­ti­gung im Sinne der maßge­blichen denkmal­rechtlichen Bes­tim­mungen liege erst dann vor, wenn es durch die Wind­kraftan­la­gen zu ein­er erhe­blichen Störung des Erschei­n­ungs­bildes der Burg komme. Davon sei aber angesichts der Lage der Burg und der Ent­fer­nung der geplanten Wind­kraftan­la­gen nicht auszuge­hen. Die andere Klage wies das Gericht mit der Begrün­dung ab, es könne nicht angenom­men wer­den, dass es auf dem Grund­stück des Klägers zu unzu­mut­baren Lärm­beläs­ti­gun­gen kom­men werde. Die Genehmi­gung der Anlage enthalte aus­re­ichende Regelun­gen, um den Kläger vor unzu­mut­barem Lärm ins­beson­dere nachts zu schützen.

Ver­wal­tungs­gericht Köln, Urteile vom 30. Juni 2011 – 13 K 5244/08 und 13 K 5287/08